12.06.2022 Sommerkonzert der Streicher vor vollem Haus

Am vergangenen Sonntag hatte die Musikschule Oberursel zum großen Sommerkonzert der Streicher in die Stadthalle eingeladen – und spielte vor vollem Haus. Zahlreiche Eltern, Großeltern, Freunde, aber auch sehr viele Spontanbesucher vom nahen Brunnenfest kamen, um das große Abschlusskonzert verschiedener Streicher-Ensembles zu erleben.

 

Ein großer Spannungsbogen baute sich auf: Zunächst eröffneten die „Junior Philharmoniker“, die jüngsten Streicher der Musikschule und zum größten Teil noch im Grundschulalter, das Konzert und ernteten für ihr erstes Spiel im Orchester langen, verdienten Applaus. Das Gambenconsort „Querstreicher“ mit Spielenden durch mehrere Generation faszinierte mit Musik des 16./17. Jahrhunderts, bevor dann die tiefen Streicher der „Jungen Taunus Philharmonie“ – also Cello, Kontrabass und Gambe – mit dem Concerto „Le Phénix“ von Michel Corrette die Bühne beherrschten. Der tiefe Klang der tiefen Streicher sorgte bereits für erstes Gänsehaut-Gefühl.

 

Wohlige Gänsehaut pur stellte sich dann spätestens beim Auftritt der 40-köpfigen „Jungen Taunus Philharmonie Oberursel“ ein. Die „Junge Taunus Philharmonie“ ist ein Projekt-Orchester für fortgeschrittene Streicher, die sich extra mit einem Probespiel für die Teilnahme qualifizierten, Stimmproben mit Gastdozenten des Orchesters der Oper Frankfurt absolvierten und sich in wenigen großen Proben im ganzen Orchester zusammenfanden. Unter der Leitung des Dirigenten Daniel Görlich präsentierte das Orchester Werke von Leyden, Vivaldi und Piazzolla und überzeugte souverän auf ganzer Linie: mit wunderschönem Zusammenspiel bei Leydens „Serenade for String Orchestra“, mit hervorragenden Solistinnen und Solisten bei Vivaldis „Concerto grosso d-moll“ und schließlich mit einem tänzerisch-rhythmischen „Libertango“ von Astor Piazzolla. Ein rundum gelungenes Konzert.